Schiphol wählt dnata, KLM und Viggo für neues Bodenabfertigungsmodell
Der Flughafen Schiphol stellt sein System der Boden- und Gepäckabfertigung um und reduziert die Zahl der Anbieter von sechs auf drei. Im Vorauswahlverfahren setzten sich die Unternehmen dnata, KLM und Viggo durch.

Laut Schiphol soll die Änderung die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter sowie das Serviceniveau für Fluggesellschaften und Passagiere verbessern. Die drei ausgewählten Firmen erzielten die höchste Bewertung in fünf zuvor festgelegten Qualitätskriterien, zu denen die Servicequalität, der Umgang mit Mitarbeitern und die Zusammenarbeit zählten.
Was sich ändert
- Die Zahl der Bodenabfertigungsfirmen am Schiphol sinkt von sechs auf drei.
- Die ausgewählten Firmen müssen künftig häufiger Ausrüstung teilen und mehr in Nachhaltigkeit investieren.
- Das bisherige Modell des offenen Marktes endet, an seine Stelle tritt ein Konzessionssystem.
- Ausgewählte Firmen
- dnata, KLM, Viggo
- Konzessionsdauer
- 7 Jahre
- Erwartete endgültige Vergabe
- 3. Quartal 2026
- Start der neuen Zusammenarbeit
- 2. Quartal 2027
Die Neuordnung basiert auf der Entscheidung des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, den Bodenabfertigungsmarkt am Schiphol zu regulieren. Die ausgewählten Firmen schließen künftig selbst Verträge mit den Fluggesellschaften ab, wobei der Flughafen erwartet, dass die Airlines ihre Verträge bis Ende 2026 abgeschlossen haben. Die Mitarbeiter sollen Anfang 2027 Klarheit über ihren künftigen Arbeitgeber haben.
Schiphol erklärt, dass es im Zuge der Umstellung nicht zu einem Stellenabbau kommen werde und dass das Ziel darin bestehe, den Mitarbeitern einen reibungslosen Übergang zum neuen Arbeitgeber bei gleichbleibenden Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Auf die Übergangsbedingungen haben sich der Arbeitgeberverband der Bodenabfertigungsfirmen WPBL und die Gewerkschaft FNV geeinigt.