ITA Airways tritt im Herbst dem japanisch-europäischen Joint Venture bei

Die Lufthansa Group und All Nippon Airways (ANA) erweitern ihr strategisches Europe Japan Joint Venture ab Herbst 2026 um ITA Airways. Den Beitrittsvertrag des italienischen Carriers unterzeichneten Vertreter beider Gruppen am 7. Juni 2026 auf der IATA-Jahrestagung in Rio de Janeiro.

ITA Airways tritt im Herbst dem japanisch-europäischen Joint Venture bei
© André Gerwing · „Airbus A320-271N (c-n 7103, D-AINE) 2018-10-12 Andre Gerwing Collection ID 019319" · CC BY-SA 4.0 · source · resized

Das Joint Venture zwischen Lufthansa und ANA entstand 2012, später kamen SWISS und Austrian Airlines hinzu. Nun erweitert sich der Kreis um ITA Airways, wodurch sich die Zusammenarbeit bei den europäischen Strecken von ITA, den italienischen Inlandsverbindungen, Zielen im Maghreb sowie dem Langstreckenflug zwischen Rom-Fiumicino und Tokio-Haneda vertieft. Der bisherige Umfang der Zusammenarbeit in Italien umfasste die ANA-Verbindung von Tokio-Haneda nach Mailand-Malpensa.

Zentraler Punkt der Vereinbarung ist das Drehkreuz von ITA Airways am Flughafen Rom-Fiumicino, von wo aus der italienische Nationalcarrier täglich einen Direktflug nach Tokio-Haneda anbietet. Beide Flughäfen erhielten von Skytrax die höchstmögliche Fünf-Sterne-Bewertung. Ab diesem Herbst können auch Kunden von ANA, Lufthansa, Austrian Airlines und SWISS diesen Interkontinentalflug buchen und ihn beliebig mit eigenen Anschlussflügen kombinieren.

Die schrittweise Einführung des gemeinsamen Angebots zwischen den Partnern soll laut Lufthansa Group ab Herbst 2026 beginnen, wobei die Kunden informiert werden, sobald das Angebot verfügbar ist.

Da das Joint Venture auch Anschlussflüge von ITA Airways nach Rom umfasst, erhalten Reisende nach Japan zusätzliche Umsteigemöglichkeiten. Laut Lufthansa Group verkürzt sich dank des südlichen Drehkreuzes in Rom die Reisezeit von und nach Japan besonders für Ziele in Südeuropa, im Mittelmeerraum und in Nordafrika. Zudem bietet ANA den Passagieren von ITA Airways ab Tokio-Haneda zahlreiche Anschlussflüge innerhalb ihres inländischen Streckennetzes in Japan.

Passagiere aller beteiligten Fluggesellschaften können die jeweiligen Lounges in Rom und Tokio nutzen, zudem werden Tickets und Vielfliegerprogramme der einzelnen Airlines gegenseitig anerkannt.

Die notwendige kartellrechtliche Freigabe (Anti Trust Immunity) erteilten die japanischen Behörden bereits vor einigen Wochen. Dank der Vereinbarung können die beteiligten Carrier ihre Flugpläne gemeinsam koordinieren und die Abflugzeiten über den Tag besser verteilen. Laut Lufthansa Group finden Kunden aller fünf beteiligten Airlines auf den Flügen zwischen Japan und Europa damit ein vergleichbares Niveau an Produkt und Service vor. Allein zwischen Europa und Japan bietet dieses Joint Venture 160 Langstreckenflüge pro Woche, mit der Möglichkeit, Langstreckenflüge flexibel mit regionalen Anschlussflügen am Flughafen Tokio-Haneda sowie an den fünf Drehkreuzen der Lufthansa Group zu kombinieren.

Gründung Joint Venture
2012
Beitritt ITA Airways
Herbst 2026
Vertragsunterzeichnung
7.6.2026, Rio de Janeiro
Langstreckenflüge pro Woche
160
Skytrax-Bewertung Flughäfen
5 Sterne

ANA-Präsident und CEO Juichi Hirasawa erklärte, die Partnerschaft mit der Lufthansa Group ermögliche es kurz vor dem bevorstehenden 15. Jubiläum des Joint Ventures, Reisenden zwischen Japan und Europa ein nahtloses und hochwertiges Reiseerlebnis zu bieten, und der Beitritt von ITA Airways eröffne den Zugang nach Rom sowie bequemere Reisen nach Italien, Südeuropa und ins Mittelmeergebiet. ITA-Airways-CEO Jörg Eberhart bezeichnete den Beitritt zum Joint Venture als wichtigen Meilenstein der internationalen Entwicklung des Unternehmens, der die Anbindung des Carriers an die Asien-Pazifik-Region stärke und den Kunden mehr Reisemöglichkeiten sowie besser vernetzte Verbindungen bringe.

Die Entwicklung der Verbindungen zwischen Europa und Japan, einschließlich der Strecke von ITA Airways vom Flughafen Rom-Fiumicino (FCO) nach Tokio-Haneda (HND), lässt sich auf map.flights verfolgen.

Lufthansa Group — newsroom