IATA, CANSO und ACI starten gemeinsame Initiative gegen Runway Incursions

Die International Air Transport Association (IATA), die Organisation CANSO und der Flughafenverband ACI haben am 28. Juli 2026 eine gemeinsame Initiative angekündigt, die das Risiko sogenannter Runway Incursions verringern soll – des unbefugten Aufenthalts eines Flugzeugs, Fahrzeugs oder einer Person auf der Start- und Landebahn oder in deren Schutzbereich. Anlass ist, dass solche Fälle laut den Organisationen in den Sicherheitsstatistiken der IATA auftauchen und einige davon in jüngster Zeit tödliche Folgen hatten.

Laut den Organisationen handelt es sich um ein Phänomen, das eine enge Zusammenarbeit zwischen Fluggesellschaften, Flughäfen, Flugsicherungsdienstleistern, Regulierungsbehörden und operativem Personal erfordert. Die Initiative bringt daher drei Organisationen zusammen, die in der Zivilluftfahrt genau diese Gruppen von Akteuren vertreten.

Drei Schwerpunktbereiche

Nick Careen, Senior Vice President Operations, Safety and Security bei IATA, erklärte, Fliegen sei die sicherste Art, lange Strecken zurückzulegen, und dieser Zustand erfordere ständige Verbesserungen, gestützt auf globale Standards, Sicherheitsdaten und Zusammenarbeit. Die Initiative bringe Fluggesellschaften, Flughäfen und Flugsicherungsdienstleister zusammen, damit sie Risiken auf den Start- und Landebahnen früher erkennen und koordiniert handeln können.

Andrea Sack, Senior Vice President Global Operations bei CANSO, ergänzte, die Sicherheit auf den Rollbahnen hänge von klarer Kommunikation und abgestimmten Entscheidungen im gesamten Flughafenumfeld ab. Starke lokale Runway-Safety-Teams brächten Fluglotsen, Flughäfen, Fluggesellschaften und weitere Betriebspartner zusammen, um Risiken zu identifizieren und praktische Lösungen zu finden.

Darryl Dowd, Vice President Safety, Security and Operations bei ACI World, sagte, Flughäfen stünden im Zentrum dieses Themas, da dort das gesamte Luftfahrtsystem zusammenlaufe. Gerade die lokale Kenntnis des Umfelds und die langfristige Zusammenarbeit verwandelten Sicherheitsempfehlungen in eine tatsächliche Risikominderung, und ACI sei bereit, seine Mitglieder bei der praktischen Umsetzung dieser Instrumente zu unterstützen.

Die neue Initiative knüpft an bestehende Programme an, konkret an den Global Action Plan for the Prevention of Runway Incursions (GAPPRI) – ein gemeinsames Projekt von ICAO, Eurocontrol und der Flight Safety Foundation, das auch von IATA, ACI und CANSO unterstützt wird – sowie an den ICAO Global Runway Safety Action Plan. Ziel ist es, diese globalen Pläne mit konkreten, bereits entwickelten Instrumenten zu stärken.

Datum der Ankündigung
28. Juli 2026
Beteiligte Organisationen
IATA, CANSO, ACI
Anknüpfender Plan
GAPPRI
Anknüpfender Plan 2
ICAO Global Runway Safety Action Plan

Konkrete Instrumente der Initiative

Die IATA weist in ihren Hinweisen für Redakteure darauf hin, dass sie über 370 Fluggesellschaften vertritt, die rund 85 % des weltweiten Luftverkehrs ausmachen. ACI vertritt nach eigenen Angaben mit Stand Januar 2026 811 Mitglieder, die über 2.200 Flughäfen in mehr als 160 Ländern betreiben, während CANSO angibt, dass ihre Mitglieder über 90 % des weltweiten Flugverkehrs abwickeln.

Leser von map.flights können die Entwicklung der Sicherheitsstandards sowie konkrete Fälle bei den einzelnen betroffenen Flughäfen und Fluggesellschaften im Bereich Runway Safety weiterverfolgen.

IATA — tiskové zprávy